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SchwerpunktthemenSubstitution mit Buprenorphin und Fahrtauglichkeit - Ergebnisse einer experimentellen Untersuchung Sabine Kagerer; Markus Backmund; Stefan Walcher; Michael Soyka Korrespondenzautor: Dipl. Psych. Sabine Kagerer1, Psychiatrische Klinik der Universität München, Klinikum Innenstadt, Nußbaumstrasse 7, D-80336 München; e-mail: sabine.kagerer@psy-med.uni.muenchen.de
Buprenorphin, ein neues Medikament in der
Substitutionstherapie Opiatabhängiger scheint gegenüber Methadon
im Nebenwirkungsspektrum Vorteile auch bezüglich der
psychophysiologischen Leistungsfähigkeit aufzuweisen. Es gibt
allerdings bisher kaum neuropsychologische bzw. testpsychologische
Untersuchungen, die den Einfluss von Buprenorphin auf
die psychophysische Leistungsfähigkeit und speziell die Fahrtauglichkeit
zum Gegenstand haben. Die Fahrtauglichkeit als psychophysiologische
Leistungsanforderung wird in der dargestellten Studie
mithilfe verschiedener computergestützter Leistungstests untersucht,
die sich in früheren Untersuchungen als besonders valide
bei der neuropsychologischen Testung erwiesen haben und fahrverhaltensrelevante
Merkmale messen wie visuelle Wahrnehmung,
Aufmerksamkeit und Reaktionsverhalten.
Untersucht wurden 27 stabil auf Buprenorphin eingestellte drogenabhängige
Männer und Frauen. Verglichen wurden die erhobenen
Daten mit denen einer ähnlich angelegten Untersuchung
von Dittert, Naber und Soyka (Der Nervenarzt 1999, Bd. 5, 457-
462) über methadonsubstituierte Patienten (N = 28). Die bisher
gewonnen Ergebnisse deuten daraufhin, dass sich die Annahme
einer besseren psychophysiologischen Leistungsfähigkeit unter
einer Substitution mit Buprenorphin im Vergleich zu Methadon
erhärten könnte. In drei (Q1, RST3 und DR2) der fünf durchgeführten
Leistungstests schnitt die Gruppe der Buprenorphin-Substituierten
signifikant besser ab als die der Methandon-Substituierten,
in zwei Tests (PVT und TT15) waren keine signifikanten
Unterschiede festzustellen.
Eine Substitution mit Buprenorphin scheint vom psychophysiologischen
Leistungsaspekt her nicht grundsätzlich gegen die Fahrtauglichkeit
zu sprechen. | | Schlagwörter:Buprenorphin; Drogenabhängigkeit; Fahrtauglichkeit; psychophysiologische Leistungsfähigkeit; Substitution |
Driving Performance under Maintenance Treatment with Buprenorphine Sabine Kagerer; Markus Backmund; Stefan Walcher; Michael Soyka Corresponding author:: Dipl. Psych. Sabine Kagerer1, Psychiatrische Klinik der Universität München, Klinikum Innenstadt, Nußbaumstrasse 7, D-80336 München; e-mail: sabine.kagerer@psy-med.uni.muenchen.de
| Abstract | 106 KB Full paper 11 downloads since May 2002 |
Buprenorphine has become an attractive alternative to methadone
in the treatment of opioid dependence because of its unique
psychopharmacology. Only a few studies so far have tested the
influence of buprenorphine on subjects"" psychomotor functioning,
especially with regard to driving performance. In the laboratory,
driving performance is tested with computer aided tests,
which measure the subject""s visual perception, attention span
and reaction response behavior.
We examined driving performance in 27 opioid-dependent outpatients
under buprenorphine in our laboratory. Data of these
subjects were compared with a similar study of our work-group
(n = 28) (Dittert, Naber, Soyka, Der Nervenarzt 1999, Vol. 5,
457-462). In three of five psychomotor tests subjects under buprenorphine
achieved significant higher scores than subjects under
methadone treatment. Additional tests revealed no differences.
Overall, our data suggest a better psychomotor functioning under
buprenorphine compared to methadone. Thus, maintenance
treatment with buprenorphine does not seem to impair driving
fitness in general. | | Keywords: Buprenorphine; driving performance; maintenance treatment; opioid dependence; psychomotor performance |
4 SFP (1) 17-24 (2002)
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