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ÜbersichtsbeiträgeGlücksspiele: Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen Sabine Grüsser; Markus Backmund; Ulrike Albrecht Korrespondenzautor: Dr. Sabine M. Grüsser, Interdisziplinäre Suchtforschungsgruppe, Institut für Medizinische Psychologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Tucholskystrasse 2, 10117 Berlin; E-Mail: sabine.gruesser@charite.de
Glücksspiele, eine weit verbreitete Freizeitaktivität in der Bevölkerung, wurden von 70-90% der erwachsenen Bevölkerung schon einmal gespielt. Glücksspiele bergen jedoch ein Suchtpotenzial, und so bleiben bei exzessiver Durchführung finanzielle, soziale und gesundheitliche Folgeschäden nicht aus. Aktuelle Studien weisen auf die Parallelitäten im klinischen Erscheinungsbild wie auch bei den zugrundeliegenden Mechanismen zwischen dem pathologischen Glücksspielen und der Substanzabhängigkeit hin. Somit ist die Bezeichnung als eine Verhaltenssucht bei dem Störungsbild des krankhaften Spielens gerechtfertigt. Die Existenz des Glücksspielmonopols in Deutschland ist u.a. dadurch begründet, dass durch die staatliche Kontrolle die Suchtgefahren und illegale Machenschaften eingedämmt werden. Im Zuge der gegenwärtigen Diskussionen zur Liberalisierung des Sportwettmarktes in Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht jüngst ein Urteil gefällt, in dem es verstärkte Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen fordert. Nur bei deren Einhaltung ist die Aufrechterhaltung des Monopols gewährleistet. Im vorliegenden Artikel sind qualitätssichernde Mindeststandards für den Spieler- und Jugendschutz aus klinischer Sicht formuliert. | | Schlagwörter:Glücksspielsmonopol; Glücksspielsucht; Jugendschutz; Spielerschutz; Sportwette |
Gambling: Gambler and youth protection Sabine Grüsser; Markus Backmund; Ulrike Albrecht Corresponding author:: Dr. Sabine M. Grüsser, Interdisziplinäre Suchtforschungsgruppe, Institut für Medizinische Psychologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Tucholskystrasse 2, 10117 Berlin; E-Mail: sabine.gruesser@charite.de
| Abstract | KB Full paper 9 downloads since September 2006 |
Gambling is one of the favorite leisure activities. 70-90% of the grown-up population have gambled at least once in their lives. On one hand gambling is an enjoyable popular leisure activity but on the other hand it is well known that excessive, pathological gambling leads to health, financial and social problems. Recent studies showed that pathological gamblers fulfill most of the criteria for addiction. Furthermore, studies in gamblers found underlying mechanisms which are comparable to those in substance addicts. Therefore, a diagnosis as "addictive behavior" seems to be appropriate. The existence of a state monopoly on gambling in Germany is justified by the reduction of addiction and illegal activities through governmental control. In the framework of the present discussion about a liberalization of the German sport betting market the Federal Supreme Court recently published a judgement that included several steps towards protecting pathological gamblers and youth from gambling. These steps have to be implemented by the gambling suppliers to maintain the German gambling monopoly. This article discusses the necessary steps to protect pathological gamblers and youth from the clinical point of view. | | Keywords: monopoly; pathological gambling; protection; sport betting; youth |
8 SFP (3) 145-149 (2006)
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