|
|
 |
 |
|
|
 |
Psychiatrische KomorbiditätDifferentialtherapie bei psychiatrischer Komorbidität Michael Krausz Korrespondenzautor: Prof. Dr. Michael Krausz, British Columbia University, Centre for Health Evaluation and Outcome Sciences (CHEOS), St.Paul’s Hospital, 620 B - 1081 Burrard Street, Vancouver, BC Canada V6Z 1Y6; E-Mail: mkrausz@cheos.ubc.ca
Einleitung
HIV und AIDS sind aktuell wichtige Beispiele, wie schwere nach wie vor lebensbedrohliche Erkrankungen (Kann et al. 1993) und ihre Behandlung einerseits und deren psychische Folgen und Interaktionen andererseits aufs engste miteinander verbunden sind (van Haastrecht et al. 1994). Dies betrifft die direkten funktionellen Konsequenzen der Infektion genauso wie Fragen der Verarbeitung der veränderten Lebenssituation durch eine latent lebensbedrohliche Situation und die damit verbundenen Verhaltensweisen. Die Tatsache der Infektion hat Einfluss auf die Lebensqualität und den Umgang mit alltäglichen Herausforderungen. Die stringente Mitarbeit in der Therapie ist abhängig von Lebenswillen und Motivation genauso wie dem Umgang mit anderen Problembereichen, z.B. dem Konsum psychotroper Substanzen.
Eine reduziert infektiologische Sichtweise auf diese komplexe mit Lebensweise attribuierte Störung verbietet sich. Viele Interaktionen zwischen psychischem Funktionsniveau und HIV-Infektion bzw. Behandlung sind noch nicht ansatzweise untersucht. So wissen wir wenig bis gar nichts über die Interaktionen von HAART und dem Konsum der psychotropen Substanzen vieler Patienten. Arbeitsgebiete und Herausforderung für die Forschung der nächsten Jahre. |
10 SFP (S1) 30-34 (2008)
|
|
|
|