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InteraktionenWechselwirkungen zwischen antiretroviraler Therapie (ART) und Substitutionsmedikamenten Hartwig Klinker Korrespondenzautor: Prof. Dr. med. Hartwig Klinker, Medizinische Klinik und Poliklinik II, Universitätsklinikum Würzburg, Josef Schneider-Str. 2, 97080 Würzburg; E-Mail: Klinker_H@klinik.uni-wuerzburg.de
Einleitung
Die Mitte der 90er Jahre eingeführte hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) hat vielen Patienten mit HIV-Infektion eine langfristige Lebensperspektive eröffnet. Derzeit stehen ca. 25 verschiedene Substanzen zur Verfügung. Die Medikamente werden in Form einer Kombinationsbehandlung mit jeweils mindestens drei Wirkstoffen lebenslang eingenommen und ermöglichen eine langfristige Absenkung der HI-Virusreplikation, die üblicherweise zu einer weitgehenden Immunrekonstitution führt. Zur Behandlung der Opioidabhängigkeit werden vor allem in Nordamerika, Europa und Australien in den letzten Jahren mit Erfolg zunehmend Opioid-Agonisten eingesetzt. Die Zahl der Patienten, die gleichzeitig eine Behandlung ihrer HIV-Infektion und eine Drogen-Substitutions-Therapie benötigt, nimmt ständig zu. Dabei stellt die gleichzeitige Einnahme/ Gabe einer HAART und einer Opioid-Agonisten-Therapie (OAT) bei drogenabhängigen HIV-Infizierten sowohl an die Patienten als auch an die Behandler besondere Anforderungen. Zusätzlich zur Problematik der Therapieadhärenz, die für eine langfristige Effizienz bei der Behandlungen von entscheidender Bedeutung ist, spielen hier die hohe Prävalenz von chronischen Lebererkrankungen (vor allem chronischen Virushepatitiden B und C) und pharmakologische Wechselwirkungen zwischen den eingesetzten Medikamenten eine Rolle. |
10 SFP (S1) 36-43 (2008)
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