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Nebenwirkungen

Nebenwirkungen der antiretroviralen Therapie bei drogenabhängigen HIV-Patienten
Georg Behrens
Korrespondenzautor: Prof. Dr. med. Georg Behrens, Klinik für Immunologie und Rheumatologie, Medizinische Hochschule Hannover, Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover; E-Mail: behrens.georg@mh-hannover.de

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Einleitung
Unerwünschte Wirkungen können den Erfolg der HIV-Therapie erheblich beeinträchtigen. Häufig sind sie Ursache für eine frühzeitige Therapieumstellungen oder Grund dafür, dass es Patienten nicht gelingt, die HIV-Medikation regelmäßig und kontinuierlich einzunehmen. Schon die Sorge um mögliche Nebenwirkungen führt bei einigen Patienten dazu, dass die Medikamente nicht in der empfohlenen Dosierung oder Einnahmehäufigkeit eingenommen werden. Dieses gilt in besonderem Maße für intravenös drogenabhängige Patienten (IVDU). HIV-Patienten sollten daher über mögliche Nebenwirkungen umfassend und verständlich informiert werden, jedoch ohne die Patienten zu verängstigen. Die frühzeitigen Nebenwirkungen treten in den Tagen und Wochen unmittelbar nach Beginn der HIV-Therapie auf und bessern sich meist innerhalb von zwei bis vier Wochen. In Anbetracht der lebenslangen HIV-Therapie steht aber heute besonders das Management von Langzeitnebenwirkungen und Medikamenteninteraktionen im Vordergrund. Die Vereinfachung der in den 90er Jahren noch komplexen Therapiekombinationen und die Einführung neuer Medikamente und Substanzklassen mit verbessertem Nebenwirkungsprofil bieten Therapeuten und Patienten neue Strategien zur effektiven Langzeittherapie der HIV-Infektion.



10 SFP (S1) 44-49 (2008)