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Hintergrund: Die Pollen der sich in Deutschland ausbreitenden Beifuß- Ambrosie können bedeutsame allergische Atemwegserkrankung auslösen. Ziel der Studie ist die Abschätzung der Gesundheitskosten von Ambrosia in Deutschland.
Methoden: Hypothese war; dass zwischen der Dauer der Allergie und den Kosten ein linearer Zusammenhang besteht und 12 bzw. 50% aller Pollenallergiker u.a. auf Ambrosia reagieren. Basierend auf der Befragung nachweislich Ambrosia-sensibilisierter Patienten (n=117) wurden Gesundheitskosten für den verlängerten Beschwerdezeitraum errechnet (1-3 Monate). Für die Kostenabschätzung wurde die Cost of Illness-Methode und die Kontingente Bewertung verwendet.
Ergebnisse: Die Gesamtkosten für die Behandlung der geschätzten 12% bzw. 50% aller Pollenallergiker liegen bei 2,3 bzw. 14,2 Mrd. a pro Jahr. Asthmapatienten mit stationärer Behandlung verursachen direkte Kosten in Höhe von 1,5 bis 10,8 Mrd. a; indirekte Kosten liegen bei mindestens 827 Mio. und maximal bei 3,5 Mrd. a. Intangible Kosten zeigen eine eingeschränkte psychische Leistungsfähigkeit bei 64% der untersuchten Patienten. Die Studie gibt einen ersten Anhaltspunkt; welcher Kostenanstieg durch Ambrosia-Allergien zu erwarten ist. Er liegt bei mindestens 193 Mio. a; maximal bei 1,19 Mrd. a pro Jahr. Pro Patient sind das Mehrkosten von 97 bis 421 a. Insgesamt steigen damit die Gesundheitskosten auf 1289 bis 2104 a pro Patient und Jahr.
Schlussfolgerungen: Die potenziellen Kosten und der hohe Leidensdruck betroffener Patienten unterstreichen die Notwendigkeit des konzertierten Vorgehens auf Länder- und Bundesebene im Sinne des Vorsorge- Prinzips. Nur ein präventives Management und ein umfassendes Monitoring der Pflanze heute können Gesundheitskosten von Ambrosia in Zukunft minimieren. |