„Bin ich gut genug? Bin ich nicht zu dick? Sehe ich gut aus?“

Eva Wunderer, Frida Hierl, Maya Götz

| Suchtmedizin | Suchtmedizin

Den kompletten Artikel können Sie in unserer Zeitschrift "Suchtmedizin" nachlesen.

Zusammenfassung:

Hintergrund: Bisherigen Studien zufolge stehen soziale Medien in Zusammenhang mit der  Körperzufriedenheit und dem Wohlbefinden junger Menschen und auch mit Essstörungssymptomen.

Zielsetzung und Methode: Um diese Zusammenhänge näher zu beleuchten, wurden 175 von Essstörungen Betroffene aus mehreren Essstörungs-Einrichtungen in Deutschland mittels Fragebögen schriftlich befragt. Dabei richtete sich das Erkenntnisinteresse auf den Zusammenhang zwischen dem Posten in sozialen Netzwerken, Influencer*innen, Veränderungen im realen Leben und der Essstörungssymptomatik.

Ergebnisse: 74 % der Befragten posten nach eigenen Angaben aktuell auf mindestens einer der Plattformen Instagram, Facebook und Snapchat. Dabei legen sie insbesondere Wert darauf, sich von ihrer besten Seite zu zeigen, natürlich, sportlich und möglichst schlank auszusehen. 69 % erkennen einen Transfer von der virtuellen Realität in den sozialen Netzwerken in ihre reale Lebenswelt, sie passen beispielsweise ihre Ess- und Trainingsgewohnheiten an, um den medialen Vorbildern der Influencer*innen näher zu kommen. 37 % beschreiben einen Zusammenhang des Postens mit ihrer Essstörung.

Schlussfolgerungen: Soziale Medien werden von den Befragten mit ihren Essstörungssymptomen in Zusammenhang gebracht. Um diesem entgegenzuwirken, gilt es, die Diversität der Körperbilder in (sozialen) Medien sowie die Medienkompetenz junger Menschen zu erhöhen.

English Version:

Background: According to previous studies social media use is associated with physical contentment and well-being of young people. Initial studies also link social media to eating disorder symptoms. Aims and method: 175 people with eating disorders treated in German eating disorder units answered a paper-and-pencil questionnaire in order to shed light on the relationship between posts in social networks, influencers, changes in real life (vs. virtual life) and eating disorder symptoms.

Results: 74 % of respondents say they are currently posting on at least one of the platforms Instagram, Facebook and Snapchat. They attach particular importance to showing themselves from their best side, looking natural, sporty and as slim as possible. 69 % confirm that there is a transfer from virtual reality in social networks to their real world; e. g. in that they change their eating and training habits in order to resemble the ideals they follow in social media. 37 % assert that internet posting is related to their eating disorder.

Conclusions: Respondents link their eating disorder symptoms to social media. To counteract this impact, it is necessary to increase the diversity of body images in (social) media as well as the media literacy of young people.

Zitierweise:

Wunderer E, Hierl F, Götz M (2021). „Bin ich gut genug? Bin ich nicht zu dick? Sehe ich gut aus?“ – Soziale Medien und Essstörungen: Zusammenhänge und Implikationen. Suchtmedizin 23(1): 7–20

Haltmayer / Bruggmann / Krausz / Backmund / Walter / Soyka

Addiction Medicine

Preis für Jahresabo Deutschland (Print inkl. Online)‎ 217,99 €
Zeitschrift

Produktempfehlungen

Newsletter-Medizin-PublikationsTicker-Mockup.png
ecomed MEDIZIN PublikationsTicker

Der ecomed MEDIZIN PublikationsTicker informiert Sie über die wichtigsten und spannendsten Beiträge aus unseren medizinischen Publikationen aus allen Fachgebieten von A wie AINS bis U wie Umweltmedizin.

Kontakt & Service

E-Mail: kundenservice@ecomed-storck.de | Telefon: +49 (0)89 2183-7922 | Telefax: +49 (0)89 2183-7620

Newsletter | Verlag | Kontakt | Impressum | AGB | Datenschutz

Weitere Online-Angebote der ecomed-Storck GmbH

ecomed-umweltmedizin.de | ecomed-suchtmedizin.de