Environment in Autism Spectrum Disorder – a Review

K. E. von Mühlendahl

Abstract aus Umweltmedizin – Hygiene – Arbeitsmedizin:

Sowohl genetische Faktoren wie auch Umwelteinflüsse sind verantwortlich für die Entstehung von Autismus, Asperger-Syndrom und anderen selteneren Formen des Autismus-Spektrums (im englischsprachigen Schrifttum autism spectrum disorders, ASD). Die Prävalenz von ASD liegt bei einem Prozent. Es besteht eine deutliche Knabenwendigkeit. In Familien mit bereits zwei oder mehr ASD-Betroffenen liegt das Risiko für weitere Söhne dafür, wiederum ASD zu haben, bei 50%, für Töchter bei 20%. Eineiige Zwillinge zeigen eine hohe Konkordanz, die deutlich größer ist als die bei zweieiigen Zwillingen oder sukzessiven Geschwistern. Sowohl genetische Faktoren wie auch identische Umweltfaktoren dürften dafür von Bedeutung sein. Welche Faktoren letztlich bei genetischer Disposition zur Manifestation führen, ist unklar. In diesem Review wird der derzeitige Wissensstand hinsichtlich der Wirkung von Luftschadstoffen, endokrinen Disruptoren und einigen anderen industriell hergestellten Chemikalien und von Ernährungsfaktoren dargestellt und diskutiert. Die Wochen oder Monate vor und nach der Konzeption, die Embryonal- und Fetalzeit dürften Perioden besonderer Vulnerabilität sein. Viele Forschungsergebnisse bleiben widersprüchlich und bedürfen noch weiterer Klärung.

Schlüsselwörter: Autismus, ASS (Autismus Spektrum Störungen), ASD (autism spectrum disorders), Gen-Umweltinteraktionen, Genetik, Luftschadstoffe, endokrine Disruptoren, vorgeburtliche Prägung

English Version:

For the phenotypic manifestation of autism spectrum disorder (ASD), both genetic factors and environment are important and, grossly, of equal relevance. The prevalence of ASD is approximately one percent. Males are more frequently affected than females. In families with two or more ASD members, the risk for further sons to have ASD is about 50 %, for girls 20 %. Monozygotic twins show a higher rate of concordance than dizygotic twins which apparently is due both to their common genetic texture and to shared environment. Thus, yet not clearly defined environmental factors are active in effecting the manifestation of the disorder in genetically vulnerable individuals. The role of air-born toxicants, endocrine disruptors and several other industrial chemicals, and nutritional factors are discussed in this review. It appears that periconceptual months as well as embryo- and fetogenesis are periods of high vulnerability. The present knowledge resides on contradictory results and requires further investigations and clarifications.

Key words: autism, autism spectrum disorder, ASD, genetics-environment interactions, genetics, air-toxicants, endocrine disruptor, prenatal reprogramming

 

Zitierweise:
von Mühlendahl KE (2017). Environment in Autism Spectrum Disorder – a Review. Umweltmed – Hygiene – Arbeitsmed 22(4): 175–180

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