Kolorektale Karzinome

A. Giagounidis, C. Aul

| Onkologie | Onkologie

Den kompletten Artikel können Sie in unserem Kompendium "Onkologie" nachlesen.

Einleitung
In Deutschland nähert sich die Zahl der jährlichen Todesfälle der Marke von 1.000.000 durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Die zwei häufigsten Todesursachen sind Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems (etwa 35 %) sowie Neubildungen (etwa 25 % aller Todesfälle). Alle anderen Todesursachen machen jeweils unter 7 % aller Verstorbenen aus, Infektionserkrankungen unter 2 %. Von den etwa 250.000 Toten durch Krebs versterben ca. 55.000 an Darmkrebs.

Diese Zahl verdeutlicht, wie tödlich kolorektale Karzinome sind, trotz aller Anstrengungen und Verbesserungen hinsichtlich Vorsorge, molekularer Charakterisierungen und Therapie. Die Inzidenz kolorektaler Karzinome in Deutschland beträgt etwa 80/100.000 Personen mit steilem Anstieg ab dem 50. Lebensjahr, das Durchschnittsalter der Erkrankten beträgt 75 Jahre. Allerdings erkranken 10 % der Patienten vor dem 50. Lebensjahr. Bei diesen können in 16 % molekulare Anomalien festgestellt werden, die zu kolorektalen Karzinomen prädisponieren. Da in bis zu einem Drittel dieser Fälle mit genetischer Prädisposition anamnestisch keine Hinweise auf eine genetische Ursache erhoben werden kann, empfiehlt sich eine humangenetische Abklärung bei allen jüngeren Patienten mit Darmkrebs.

Die Mortalität an kolorektalen Karzinomen nimmt international langsam ab, was besserer Früherkennung zugeschrieben wird. In Deutschland fielen die altersstandardisierten Sterberaten bei kolorektalen Karzinomen in den letzten 10 Jahren um 20 %.

Epidemiologie
Das Lebenszeitrisiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, beträgt etwa 5 %. Männer haben ein etwa 25 % höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken, als Frauen. Dieses Risiko wird sowohl von genetischen als auch von Ernährungs- und Umweltfaktoren beeinflusst.

Genetische Ursachen
Genetische Ursachen können in etwa 10 % aller Patienten mit kolorektalem Karzinom identifiziert werden.

 

Zitierweise:
Giagounidis A, Aul C (2020). Kolorektale Karzinome. In: Giagounidis A, Aul C (Hrsg.): Onkologie, Kap. 8.3.4, ecomed Medizin, Landsberg

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