Was gibt es Neues bei Kreuzbandrupturen?

C. Kösters, S. Metzlaff

Das vordere Kreuzband ist wahrscheinlich das wissenschaftlich am intensivsten untersuchte Band
des menschlichen Körpers. Die Schlagwortsuche „acl“ in Pubmed erbringt alleine für das Jahr 2020 3157 Publikationen, die sich mit dem vorderen Kreuzband (VKB) beschäftigen. Entsprechend dieses wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns entwickeln und verändern sich die Behandlungskonzepte für vordere Kreuzbandrupturen, chronische Kreuzband-Insuffizienzen und deren Begleitverletzungen sehr dynamisch. Neben neuen Therapieverfahren zum primären Erhalt des VKB und innovativen Ideen für einen möglichst anatomischen Kreuzbandersatz, liegt der Fokus der Wissenschaft derzeit v. a. auf den Begleitverletzungen, wie peripheren Instabilitäten, Meniskusund Knorpelverletzungen, aber auch auf pathologischen Morphologien, wie ein erhöhter oder erniedrigter tibialer Slope. Auch im Bereich des Infekt-Managements nach Kreuzbandplastik bzw. der Infektprophylaxe gab es in den letzten Jahren neue Therapieansätze.

Grundsätzlich wird die Therapie von VKB-Rupturen heute nicht mehr wie früher isoliert betrachtet, sondern es wird ein patientenindividuelles Therapiekonzept unter Berücksichtigung von  Begleitverletzungen und vorbestehenden Pathologien erarbeitet. Im Folgenden sollen die wichtigsten in
klinischer Anwendung befindlichen Innovationen und die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Versorgung von VKB-Rupturen dargestellt werden.

Die vordere Kreuzbandruptur und begleitende Knorpel- und Meniskusschäden
Das vordere Kreuzband ist ein wichtiger Stabilisator des Kniegelenkes und wirkt insbesondere ein anterioren Translation und Innenrotation der Tibia gegen das Femur entgegen. Biomechanische  Arbeiten konnten zeigen, dass chronische Instabilitäten infolge einer VKB-Ruptur zu Meniskus- und Knorpelverletzungen führen können. Das Risiko hierfür ist bereits 6 Monate nach VKB-Ruptur signifikant erhöht.

Die Entwicklung einer posttraumatischen Arthrose ist maßgeblich von der Integrität des Innenmeniskus abhängig. Insbesondere Wurzelverletzungen des Innen- und Außenmeniskus sowie die sogenannten „Ramp Lesions“ des Innenmeniskus standen in letzter Zeit im Focus verschiedener Studien.

 

Im Buch finden Sie den kompletten Beitrag mit weitergehenden Informationen.


Zitierweise:

Kösters C, Metzlaff S (2021). Was gibt es Neues bei Kreuzbandrupturen? In: Jähne J, Königsrainer A, Ruchholtz S, Schröder W (Hrsg): Was gibt es Neues in der Chirurgie? Jahresband 2021, Kap. 6.4, ecomed Medizin, Landsberg

Jähne / Königsrainer / Ruchholtz / Schröder

Berichte zur chirurgischen Weiter- und Fortbildung

119,99 €
Hardcover

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