Opioidsubstitutionstherapie und Substitutionsmedikamente im Justizvollzug – Bestandserhebung und Vergleich

K. Keppler, H. Stöver

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Zusammenfassung:

Eine flächendeckende medizinische Versorgung opioidabhängiger Menschen in deutschen Haftanstalten mit einer Substitutionsbehandlung ist nicht gegeben. Innerhalb der 16 Bundesländer zeigt sich ein sehr heterogenes Bild der Versorgung mit großen regionalen und sogar kommunalen Unterschieden. Außerdem kommt es in einigen Haftanstalten immer noch zu Abbrüchen der Substitution bei Haftantritt, medizinisch nicht gerechtfertigten Umstellungen des Medikaments, der Dosierung etc. Auch die Organisation einer Weitersubstitution nach Haftentlassung wird nicht überall mit der notwendigen Konsequenz im Rahmen der Entlassungsvorbereitung betrieben. Auf der Basis einer empirischen Untersuchung über den tatsächlichen Arbeitsaufwand bei einer sachgerechten Opioidsubstitutionsbehandlung in Haft werden v. a. gesundheitsökonomische Überlegungen zu adäquaten Formen der Organisation und Medikamentenwahl v. a. im Hinblick auf Depot-Anwendungen bei der Behandlung angestellt.

English Version:

An area-wide medical provision of opioid dependent people in German prisons with an opioid substitution therapy is not existent. Within the 16 states in Germany (‘Länder’) a heterogeneous picture can be observed with great regional and municipal varieties. Moreover in some prisons the opioid substitution therapy is being interrupted, medically not justified, a switch to other drugs, and dosing problems occur. Also the ongoing substitution therapy after release is not being done everywhere with the same consequence. On the basis of an empirical analysis about the real amount of work of an adequate opioid substitution therapy in custody health economic considerations are being made on the forms of organization and choice of drug within the therapy with a special focus on depot applications.

Zitierweise:

Keppler K, Stöver H (2021). Opioidsubstitutionstherapie und Substitutionsmedikamente im Justizvollzug – Bestandserhebung und Vergleich. Suchtmedizin 23(2): 81–89

Backmund / Walter / Soyka / Haltmayer / Bruggmann / Krausz

Addiction Medicine

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