Periphere Nervenblockaden oder rückenmarksnahe Regionalblockaden – die unterschiedlichen Anästhesiemethoden für ein modernes perioperatives Management

T. Grau

| AINS | Chirurgie | Anästhesiologie

Den kompletten Artikel können Sie in unserem Kompendium "Anästhesiologie" nachlesen.

Bei der Anwendung von verschiedenen Anästhesiemethoden in der Orthopädie und in der Unfallchirurgie stellt sich häufig die Frage, welche Anästhesietechniken oder welche Kombination von Anästhesietechniken die bestmögliche Vorgehensweise und die sicherste Anwendungstechnik darstellen. Man unterscheidet zunächst zwischen peripheren Nervenblocken im Bereich der oberen und unteren Extremitäten und wirbelsäulennahen Blockaden. Hier müssen für die Indikationsstellung in unterschiedlichen Abschnitten paravertebrale Blockaden, Feldblocks wie die TEP-Blocks oder Psoas-Kompartment-Blockaden von thorakalen und lumbalen Periduralanästhesien abgegrenzt werden. Die neuroaxialen Blockaden der unteren Extremität unterscheiden Peridural- und Spinalanästhesien.

Bei der Durchführung von Peridural- und Spinalanästhesien ist es wichtig, dass einige Voraussetzungen (Gerinnungsmanagement und fehlende neurologische Vorschädigungen) erfüllt sein müssen. Abhängig von der Lokalisation und Anatomie des Patienten ist die Durchführung unterschiedlich anspruchsvoll. Peridural- und Spinalanästhesien haben den Vorteil, dass diese Anästhesieform häufig als homogen seitengleiche Blockade eingesetzt wird. Bei den Periduralanästhesien werden meist kontinuierliche Verfahren angewendet.

Merke: Der Vorteil der neuraxialen Verfahren ist, dass diese Verfahren gut steuerbar sind und hier insbesondere in Bezug auf die Ausbreitung und die Qualität der Blockade entweder unterschiedliche Blockadebereiche oder auch unterschiedliche Blockadewirkungen erzielt werden können. Hier kann bereits schon differenziert werden zwischen motorischen oder auch geplant verschiedenen sensiblen Blockadetiefen, die abhängig von der Dosierung oder Medikamentenauswahl variiert werden können.

Im Bereich der peripheren Nervenblockaden der unteren Extremität gibt es eine ganze Reihe Nerven, die nur eine begrenzte Rolle bei der Anwendung von peripheren Nervenblockaden spielen. Die am häufigsten blockierten fünf Nervenkomponenten der unteren Extremität sind der N. femoralis mit seinem Fortsetzungsnerven dem N. saphenus, der N. obturatorius mit zwei oberflächlich zugänglichen Rami superficialis und profundus, der N. cutaneus femoris lateralis und der N. ischiadicus. Diese vier Nervenbahnen sorgen im Bereich der unteren Extremität für die Innervation in unterschiedlichen Qualitäten: oberflächennahe Sensibilität, Tiefensensibilität, Stellreflexe, motorische Funktionen oder auch die knöcherne sensible Innervation.

Bei der Frage nach einem Qualitätsvergleich zwischen peripheren Blockaden und neuroaxialen Blockaden fokussiert man sich auf Eingriffe an der unteren Extremität. Die eigentliche Frage wird sich also derart anschließen, welches Anästhesieverfahren oder welche Anästhesietechniken aufgrund der anatomischen Gegebenheiten idealerweise für die Durchführung von operativen Maßnahmen eingesetzt werden sollen...


Zitierweise:
Grau T (2021). Periphere Nervenblockaden oder rückenmarksnahe Regionalblockaden – die unterschiedlichen Anästhesiemethoden für ein modernes perioperatives Management. In: Eckart J, Jaeger K, Möllhoff T (Hrsg.). Anästhesiologie, 72. Erg.-Lfg., ecomed Medizin, Landsberg

Eckart / Jaeger / Möllhoff

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