WHO-Kollaborationszentrum für ionisierende und nicht-ionisierende Strahlung und Gesundheit im Bundesamt für Strahlenschutz

H. Romm, C. Baldermann, J. Griebel, B. Hoffmann, M. Kreuzer, U. Kulka, G. Ziegelberger, T. Jung

Abstract aus dem Handbuch der Umweltmedizin:

Das BfS ist seit 2006 Kollaborationszentrum der WHO für ionisierende und nicht-ionisierende Strahlung und Gesundheit. Es berät und unterstützt die WHO bei der Erforschung von Gesundheitsrisiken im niedrigen Dosisbereich ionisierender Strahlung durch die Entwicklung und Umsetzung einer strategischen Forschungsagenda für Forschungsprojekte in der Europäischen Union im Rahmen seines Engagements an wesentlichen EU-Projekten wie MELODI und CONCERT.

Als Koordinator des Europäischen Biodosimetrie-Netzwerkes „RENEB“ trägt das BfS maßgeblich zur internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der biologischen Dosimetrie bei und hat mit der Erstellung einer Bilderdatenbank ein wichtiges und vielseitiges Instrument zum Training neuer Labore geschaffen. Das vom BfS durchgeführte Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm lieferte einen wesentlichen Beitrag zum WHO-Projekt zu elektromagnetischen Feldern. Insgesamt geben die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studien keine Hinweise auf gesundheitsschädliche Effekte unterhalb der bestehenden Grenzwerte.

Die Langzeitfolgen von Mobilfunk insbesondere im Hinblick auf Kinder müssen jedoch weiter wissenschaftlich untersucht werden. Primäre Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung gesundheitlicher Konsequenzen der UV-Strahlung sind weiterhin national und international verstärkt voranzutreiben. Im Rahmen des gemeinsamen WHO-Projekts zu Radon wurden effektive Strategien zur Reduktion der Radonkonzentrationen in Aufenthaltsräumen entwickelt, um die Zahl der radoninduzierten Lungenkrebssterbefälle soweit als möglich zu reduzieren. Der von der WHO empfohlene nationale Referenzwert von 100 Bq/m3 für Wohnungen wird vom BfS mitgetragen und für Deutschland empfohlen. Weiterhin ist ein wesentliches Anliegen im BfS die Verbesserung des Strahlenschutzes im medizinischen Bereich. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit der WHO zur Reduzierung der medizinischen Strahlenbelastung, derzeit mit besonderem Schwerpunkt bezüglich individueller Früherkennungsmaßnahmen mittels Computertomographie.

Zitierweise:
Romm H, Baldermann C, Griebel J, Hoffmann B, Kreuzer M, Kulka U, Ziegelberger G, Jung T (2016). WHO-Kollaborationszentrum für ionisierende und nicht-ionisierende Strahlung und Gesundheit im Bundesamt für Strahlenschutz. In: Wichmann HE, Fromme H (Hrsg): Handbuch der Umweltmedizin, Kap. III-2.7.5, 56. Erg.Lfg., ecomed Medizin, Landsberg

Wichmann / Fromme

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